Sortimente im Überblick

Hier geben wir Ihnen einen schnellen Überblick über am meisten verwendeten Schnittholzsortimente. Holz ist ein Bau- und Werkstoff, der seit Jahrtausenden genutzt wird. Durch die Nachfrage des Marktes haben sich Sortiemente herausgebildet, die vielfältigen Vorgaben entsprechen müssen. Seien es traditionelle Sortierungen, die zu einem großen Teil in dem auch von der Rechtsprechung anerkannten Holzhandelsbrauch, den sogenannten Tegernseer Gebräuchen kodifiziert sind. Oder aber zunehmend DIN- und EN-Normen geregelt sind sowie einem sehr differenzierten Baurecht unterliegen.

Wegen der Vielzahl der gebräuchlichen Schnittholzsortimenten haben wir uns hier auf die am häufigsten nachgefragten Sortimente beschränkt.

Einschnitt

Die Einschnittart (s. Abbildung) hat zusammen mit der Art der Trocknung einen entscheidenden Einfluß auf die Rissbildung, Krümmung und Verdrehung beim Trocknen.
Bei einstieligem Einschnitt – Markröhre komplett im Querschnitt enthalten – besteht aufgrund von Trocknungsspannungen hohe Rissgefahr. Die Verwendung einstielig eingeschnittener Hölzer ist daher nur für untergeordnete Zwecke zu empfehlen.
Ansonsten ist der herzgetrennte zweistielige oder mehrstielige Einschnitt vorzuziehen. Unter "herzgetrennt" wird verstanden, dass bei einem ideal gewachsenen Stamm die Markröhre bei einem zweistieligen Einschnitt durchschnitten würde. Da die Markrohre bei einem Baumstamm wuchsbedingt aber nicht zwingend in der Mitte verläuft, wird die Markröhre zwangsläufig nicht immer in der Mitte getrennt.

Zur weiteren Reduzierung der Rissgefahr kann zusätzlich eine Herzbohle (d >/= 40 mm) mit der häufig rissauslösenden Markröhre herausgeschnitten werden (herzfreier Einschnitt).

Einschnittarten

einstieliger Einschnitt
zweistieliger Einschnitt als Halbholz
zweistieliger herzfreier Einschnitt durch Heraustrennen einer Herzbohle
vierstieliger kernfreier Einschnitt